Belgischer Kurier: belgische Ausgabe des Deutschen Kurier

578 0
close

Warum möchten Sie diesen Inhalt melden?

Bemerkungen

senden
s.n. 1916, 05 Mai. Belgischer Kurier: belgische Ausgabe des Deutschen Kurier. Konsultiert 14 November 2019, https://nieuwsvandegrooteoorlog.hetarchief.be/de/pid/n872v2dm6n/
Text zeigen

Over deze tekst

Onderstaande tekst is geautomatiseerd gemaakt met OCR (Optical Character Recognition). Deze techniek levert geen 100% correct resultaat op. Dit komt mede doordat oude drukken moeilijker te lezen zijn met software dan moderne. Dat betekent dat er onjuiste tekens in de tekst kunnen voorkomen. Er wordt gewerkt aan verbetering van de OCR software

sie den er?ten besten Séhund. Was nutze» afte Vereine gogen Tuberkulose u. dergL, wenn man das TJebel nicht mit der Wur-zel ausrottet. Die Amsterdamer Universitat liât mit dem 1. d. Mts. fitr aile FakultKten PYeisfragen ausgesehrieboèç., die bis zum 1. Mai 1917 beantwortcl sein miissen. Von den einzelnen Aufgabcn interessieren vor allem die in der Théologie: die Bedeutung der Person des Religionsstifters im Christentum, Buddhidmus und Islam, und die in der Medizin: eine Untersuchung der Entwic-k-hing- der Wirbelsilule. j Aus Berlin und dem Reich. Neue Mitglieder der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaît. Der Kaiser genehmigte die von dem Sénat der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Fflrderung der Wissenschaften, Berlin, be-schlossene Atifnahme des Geheimen Baurats Wilhelm B e u -k e n h e r g in Dortmiunl und des Fabrikbesitzers Geheimen Kommerzienrats Vorstner in Kôln als Mitglieder der Ge-sellschaft.Die Sammlung Julius Stern, bekannt als eine der bedeu-"tendsten Sammlungen moderner Gemiilde urçd , Plastiken, von der es seit .dem Tode des Besitzers immer sclion hiefi, daB sio zur Versteigprung kotamen werde, wird jetzt unter den Hammer gebracht werden. Der Kunstsalon Paul Cassirer, der dem Besitzer der Sammlung besonder= nahe stand, haï sich die Auktion gesichert. Sie findet am 22. Mai in den Riiumen des Haut-' Cassirer, ViktoriastraBe 35, statt. Ein illustrierter Katalog kommt demnachst zur Verseridung. Er enthiilt Werkc von Max Liebermann, der mit seehs bedeutenden Werken der Sammlung vertreten war, Max Slevogt, Lovis Corinth, Gott-' hard Kuehl, Walter Leistikow, ferner von den Franzosen Edouard Manet, Claude Monet, Auguste Renoir, Pissarro, Raf-faelli und Plastiken von Auguste Rodin. Maillol, Kolbe und Wrba. Steuern in îriiherer Zeit. Die StPuerfinder in friiheren Zeiten waren weit erfinderischer als die unserer Tage. Der ' Helfferieh» des ersten preirfiischen KOnigs, der Kommerzien-rat Creutz, der Friedrich I. in seiner Steuerpolitik beriet und zugleich der Piieliter der Steuern war. lieB beinahe aile dama-ligen Gebrauchsgegenstande besteuern, Strilmpfe, Perticken, Hauben und selbst die — Sehweineborsten. Diese Schweine-borjten-Steuer war besonders verhaBt wegen der Belastigung, die mit ihrer Einziehung verbunden war. Die Borsten durften nicht von den Hchweinen abgefcchnitten, sondern muBten zu eine.r bestimmten Zeit des .labres, kurz vor Johannis, den Sehweinen ausgerauft und, an Fiiden gebunden, den Steuer-kommissionen aufgezeigt werden. Defraudationen wurden schwer bestraft, und Creutz machte sieh so verhaBt, daB zu seinem Sehutze eigens ein koniglicher ErlaB ersehien, der aile mit sehweren Strafen bedrohtp, die ihn odpr seinen Kommis beschimpften oder belastigten. Die Zentralstelie tu r den naturwissenschaftlichen Unter-richt hat fiir diesen Sommer ihre Einriehtungen zur Weiter-bildung der Lehrer und Lehrerinnen an den Schulen GroB-Berlins in Erdkunde, Mathematik und Naturwissenschaft voll-stiindig umgestaltet: Diese Veranstaltungen zerfallen nunmehr in: A. lîebungen fiir Lehrer und Lehrerinnen an den hiiheren Schulen fiir die mannliehe .Tugend. B. lîebungen fiir Lehrer und Lehrerinnen an den hoheren Schulen fur die weibliche .lugend. C. Uebungen fiir Lehrer ^und Lehrerinnen an den Yolkjschulen. Die 1899 eingeriehteten <Praktischen Kur'se» waren nur zur Weiterbildung akademisch gebildeter Lehrer bestimint. Diese enge Begrenzung ist jetzt gefallen. Die Einriehtungen der Zentralstelie gliedern sich nicht nach der Vorbildung, sondern naeh der THtigkeit der Teilnehmer. Man darf erwarten, daC diese Erweiterung, die den saehlichen Be-diirfnissen Rechnung triigt, Unterriefit und Lehrkrafte bedeu-tend fordern wird. — lleber aile diese Veranstaltungen und liber die hierher gehôrenden wissenschaftlichen Vorlesungen des Berliner Lehrervereins hat das Zentralinstitut fiir Er-ziehung und I nterne])), (Berlin W. 35, Potsdamer StraBe 120) eine Uebersicht herausgegeben, die kostenlos versendet wird. Vereiriheitlichung der korperlichen Ausbildung in Schule, Heer unu Verein. Die ktirzlich vom preuBischen Kultusmi-nister veranlaBte Vereinheitliehung der Turnausbildung in Schule, Heer und Verein soll auch auf die sportlichen Uebun- aueh heute noch zu den populiirsten PersOnlichkeiten Polens gehôrt, bedienten sich die polnischen nationalen und konser-vativen Parteien oft seines Narnens und Einflusses auf die Menge, uni ihre politischen Zweeke zu erreichen. Der Krieg iiberraschte ihn in seiner neuen Residenz Oblen-gorek. Es war ihm vorbehalten, einen ftir einen Polen wohl urivergeBliehen Augpnblick zu erleben: sein Gut wurde von einer Abteiluiig polniseher Legionare besetzt, welche unter Ôsterreichischein Oberbefehl gegen die Russen kiimpfen. Er blieb jedoch nicht melir lange in Polen; bald naeh Kriegs-nusbrueh begab er sich nach der Schweiz. wo er sich auch heute noeh aufhîilt als Vorsitzender cines Wohltatigkeitsausschusses, welcher sich der Linderung der Not unter seinen durch den Krieg so schwer heimgesuehten Landsleuten widmet. .> J a n F a 1 k. Zwei Zeitgedichte. Von Fritz Fleischer. Kut el Amara. Knapp ttnri kniipper ward das Futter, Trostlos, direkt zum Verzagen . . . Knurrend streckte man die Butter lînd noch knurrender den Magen. Und der Hunger wuchs geschwinde, Was die Magen so emporte, DaC sie oft bei gutem Windo Avlmer schon von weitem hOrte. Und man maehle die Erfahrung, DaB die Krafte doch ersehlaffen Und inan «streckte» — nach der Nahrung (Was das Schla'uste war,) — die Waffeîi! j: Dem toten Krieger. \Velch frohe Kunde! — Streekt heraus die Fahnen Es teint ein .Tubpl iiber Land und Meer lin zahen Eisenring der Ottomanen Ergab sich ihnen nun das Brittenheer. — N'ur einer felilt. — Ihm war es nicht beschieden Vin Ruhmestag im Freundeskreis zu stehn. l'.r ging- zu friih — und ruht in ew'geni Frieden Konnt' nicht die Frijchte seines Schaffens sehn. .Jedoch sein Geist umweht die Siegesfahne Und sehwellt sie neu mit Zuversicht und Stolz, Und in clen llerzen aller Ottomanen Steht ewig pingesphriphpn: «von der Golt?.» — geu ausgedehnt werden. Die deutschen Volkssportverbftnde haben gemeinsam einen entsprechenden Antrag an das Kriega-bezw. K-ultusmiriisterium eingereic-ht. Der Sport bildet heute ja einen wesentliehen Bestandteil in der Kôrperschulung des Soldaten, und auch sportliche Uebungen sind je naeh der Fortschrittliehkéit der Schulleiter ins Programm unseres Kon-tingent der Sehiiler, die eine Erganzung der etwas zu gering bemessenen kiirperlichen Ausbildung auf unseren Schulen durch Teilnahme an den Uebungen der Sportvereine suclien. in den letzten Jahren besonders grofi geworden. Darum ist die Vereinheitliehung- in Ausfuhrung, Lehrgang, Befehlssprache der sportlichen Uebungen ftir aile Teile eine ' Xolwendigkeil. SchlieBlich ist es fiir unsere Behiirden auch von Vorteil, wenn sie sich die Erfahrungen der deutschen Sportverbiinde iiber sportliche Ausbildung Jugendlicher zunutze maehen unrt so vor Fehlgrîffen bewahrt bleiben. Fiir die neue Kadettenanstalt in Laridsberg an der VVarthe sind die samtlichen Bauplane jetzt fertiggestellt, so daB mit dem Bau, dessen Fertigstellung etwa drei Jahre in Anspruch nehmen wtirde, begonnen werden kann. Die Anstalt wird auBer dem erwaltungs- und dem Kommandeurwohnhausgebaude ein Hauptgebiiude mit den Unterrichts-, Aufenthalts- und Sclilaf-raumen und einen Hallenbau fiir Turn- und Schwimmzwecke umfassen; ferner werden ein Exerzierplatz und mehrere kleinere Pliitze ftir Spiel und Sport angelegt. Das 28 Morgen groiie Anstaltsgeiande liegt an der verlangerten Hohetr/!):' -^straBe. Generalfeldmarschall v. Hindenburg hat auf die Mitteilung, daB acht oberschlesisehe Stiidte ihn zum Ehrenbiirger ernannt haben. jetzt zu Hiinden des Oberbiirgermeisters Dr. Briining in'Beuthen folgendes Schreiben geiangen lassen: «Euer Hoch-wohlgeboren haben mir mit den freundlichen Gllickwiinschen der verbundenen Stadte Oberschlesiens die Absicht der Stàdte Beu'then, Gleiwitz, KOnigshiitte, Myslowitz, Oppeln, Ratibor und Tarnowitz zum Ausdruck gebracht, mich zu Ihrem Ehrenbiirger zu ernennen. Ich nehme die Wiirdp gprn und dank-bar an. Erblicke in ihr aber nicht eine meiner Person zu-gedaehte Ehrung, sondern eine Anerkennung fiir die uner-schiitterlichp Pflichttreue und Tapferkeit der mir anvertrauten Truppen. Mijchte allezeit die Erinnerung an die Manner wac-h erhalten bleiben, die, aus Oberschlesien stammend oder zum Sehutze Sehlesiens kampfend, freudig ihr Leben fiir Kôriig und Vaterland einsetzten.» gez. Generalfeldmarschall v. "Hindenburg, Oberbefehlshabcr Ost. Die X. General-Versammlung des Deutschen Frauenbundes wird in der Zeit vom 22. bis 27. Mai in M a gd e b u r g stattfin-den. Die Verantwortung der Frau fiir die Jugend, fiir die wirt-schaftlich-soziale Hpbung und die religios-sittliehe Erneuerung des Volkslebens sind die Hauptthemen der dem Ernst der Zeit angepaBten Tagung. Das Pferdelazarett bei Thekla in der Nahe von Leipzig, ziehi in diesem Friihjahrstagen immer die lebhafteste Auf-merksamkeit der zahlreiehen Ausfltigler und Spazierganger auf sich, die an dem Stakett stehen bleiben und einpn Bliek in dip Holzbaracken und die langen Zelte zu gewinnen suchen, in denen die Kriegspferde stehen, die verwundet oder erkrankt von der Front hierlAr geschickt wurden, um unter sorgfilltiger SaehgemilBer Pflege wieder dienstfâhig gemacht oder wenig-stens so weit wiederhergestellt werden, daB sie mit einem «ZivilversorgungBschein» entlassen werden kiinnen, um noch vor dem Wagen und vor dem Pfluge verwendet zu werden. Es sei hier auch rîbeh erwiihnt, daB ein Lazarett fiir Sani-tatshunde in Liehtenhain bei Jena errichtet worden ist, es sind dort auf einem 13 000 Quadratmeter groBen Grundstiicke Ba-racken gebaut, in denen kranke, verwundete und erholungs-bediirftige Sanitatshunde geheilt werden. Der Verein fiir Sani-tatshunde will nâch dem Kriege dièses Lazarett in ein Alters-heini fiir Sanitatshunde umwandeln. ' Zum 80. Geburtstag des Pralaten Dr. de Waal. Einer der bekanntesten und verdientesten deutschen Geistlichen in der Ewigen Stadt, Monsignore1 de Waal, Rektor des Deutschen Campo Santo, begeht am 4. Mai seinen 80. Geburtstag. Was Pralat, Anton de Waal seit fast einem halben Jahrhundert fiir das religiose, das caritative und das gesellige Leben der deutschen Katholiken bedeutet. was er ailes fiir die Wissenschaft und bildende Kunst sowie die vornelnne belletristische Literatur geleistet hat, das ist bei seinem goldenen Priesterjubiliium am 11. Oktober 1912 von seinen Freunden. seinen Sehiilern und seinen Mitarbeitern in zahlreiehen Abhandlungen geschildert worden. Die wissensehaftliche Bibliothek. die er besonders fiir die Zweeke der Arehaologie im Campo Santo anlegte und stetig erweiterte, ist wohl die umfangreichste und vollftiindigste deutsche Bibliothek in Rom. Die Piipste Léo XIII "und Pius X. haben durch viele Gnadenbeweise ihre Hochsehiltzung fiir den verdienten deutschen Pralaten zu erkennen gegeben und fiir seine Bestrebungen jederzeit das lebhafteste Interesse durch Wort und Tat bekundet. Eine Nardlichterscheinung ist Dienstag, den 25. April 1916, in der Nahe von Munster in Westfalen beobaeh'tet worden. Bereits vor Monaten haben wir an dieser Stolle betont, daB dem Wiede.reinsetzen der fleckenbildenden Tâtigkeit der Sonne wohl bald die ubliche Begleiterscheinung der Polarlichter folgen werde. In der Tat ist eine selir bedeutende Fleekengruppe in diesen Tagen tiber die Mitte der Sonnenscheibe gezogen. Sie , scheint einige Tage vor Ostern am Ostlichen Rande des Tages-gestirnes aufgetaucht zu sein, wurde im westlichen Deutschland aber wrohl erst mit dem Eintritt besseren Wetters am 23. beob-achtet. Die Nordlichtentladung, iiber die vermutlicli noch aus anderen Orten berichtet werden wird, ist nicht sehr bedeutend gewesen; es handelt sich hauptsâehlich um zwei Streifen, die tief im Nordnordwesten ab und zu auftraten und verschwanden. Gegen 11 Uhr Ortszeit war die Erscheinung nicht melir zu sehen. Ein Vergleieh mit dem schonen Nordlieht vom 31. Oktober 1903 und erst recht mit dem prachtvollen vom 9. September 1898 ist ausgeschlossen. Wissenschaft, Kunst, Technik. Hiinmelserscheinungen im Mai. Die Tagesliinge nimmt dem Weiterwandern der Sonne nach Norden entsprechend, im Mai noch betriichtlich zu. Der Unterschied zwischen Anfang und Ende des Monats betriigt fast l'A Stunden. Die Haupt-phasen des Mondes finden statt: Neumond am 2. und 31. Mai, erstes Viertel am 10., Vollmond am 17., letztes Viertel am 24. Mai. Von den Planeten ist Venus der auffallendste, er ist zu Anfang des Monats am Westliimmel bis nach Mitternacht (Sommerzeit) zu sehen. Mars, im Sternbild des groBen LOwen, geht in den ersten Morgenstunden unter. Seine Helligkeit liât gegen die Vormonate abgenommen. Satum, - bei den Zwil-lingen, ist noch wiihrend der Abendstunden im Westen zu be-obachten. Jupiter wird wieder im Osten sichtbar, zu Ende des Monats geht er bereits 1% Stundert vor der Sonne auf. Merkur ist um den 12. Mai als Abendstern im Nordwesten kurze Zeit zu sehen. Gerade im Zenit finden wir den GroBen Biir, unter ihm, naeh Norden, den Kleinen Bar mit dem Polarstern, noch tiefer die Cassiopeia. Nach Osten sclilieBen sich der Schwan und die Leier mit Wega an. Im Siiden steht der Bootes mit dem rotlichen Arktur, tiefer die Jungfrau mit Spika und der Rabe. Im Siidosten ist der Skorpion im Aufgehen, darttber sieht man die ausgedehnte Konstellation des Ophinchus, noch hOher den Herkules und die Krone. Der Westhimmel ist durch die drei Planeten Mars, Satum und Venus ausgezeichnet, die mit den zahlreiehen Sternen dés LOwen, der Zwillinge und des Fuhr-manns vereint einen priichtigen Anbliek bieten. Die diesjShrlire Miinchner Jahresausstellung. Die Milneliner KUnstlergenossenschaft veranstaltet in djesem Jahre in gewohn-ter Weise im G1 a s p al a s t. ihre groBe .Tahresausstellung unter dem Prolektornt de# Kfinig#. Werke an« u!len bildenden Kiinsten sind zugelassen. Die Ausstellung soll am 1. Juni eroffnet werden und bis Ende Oktober dauern. Fiir die Kiinst-lergenossenschaft zeichnen aK Ausstelluhgsleitung Prof. Karl v on M a r r als Vorsitzender und Prof. Luclwig B n 1 g i a il o aK Sehriftfiihrer. Ein Monumentalwerk deutschen Gelehrtenl'leilies. Das seit etwa zwei .Jahren angekiindigte groBe kunstgesehiehtliche Werk des Pralaten xlr. Joseph W i 1 p e r t iiber -Die R ii m i -s c h e n M o s a i k e n n n d M a 1 e r e i e n der k i r c h -lichen Bauten vom IV. bis XIII. JahrhUndert* wird noch vor Ablatif dieses Jalmv ini Verlage der Herder sehen Buchhandlung in Freiburg i. B. erscheinen. Der Ver-fasser, der im Mai 1915 infolge der politischen Verhaltnisse Rom vcrlassen muBte, hat seinen Wohnsitz in Freiburg ge-nommen und widmet sich dort eifrig der Volleridung seines Werkes, das in 2 Foliobanden von 1200 Textseiten mit 300 Farbentafeln und 540 Textabbildungen eine Fiille wertvollen kunstgeschichtlichen Materials verarbeitet und auch buch-tnchniscli eine hervorragende Leistung des deutschen Kunst-verlages zu werden verspricht. Tod eines sachsiscben Goetheforschers. Im 77. Lebens-jahre starb in Zwickau Studienrat Prof. Dr. Camillo Kell-ner. Der Verstorbene, geborener Dresdner, kam 18G6 an das Zwickauer Gymnasiuin als Lehrer, 1905 trat er in den Ruhp-stand. Studiemat Kellner hat sich als Schriftsteller vielfach betâtigt und insbesondere eine Reihe bedeutsamer Arbeiten zur Goetheforsehung und auf- dem Gebiete des Sanskrits verijffent lieht. Er g-riindete 1889 den Zwickauer Goetheverein, der sich unter seiner Leitung um das literarische Leben in Zwickau sehr verdient gemacht bat. Vermischtes. Der Papst hat den >: iirstbischof Dr. Franz Eg'ger in Brixen an dessen 80. Geburtstag zum Thronassistenten und • R ô m i s c h e n G r a f e n ernannt. Verkehrsbiindnis zwischen Deutschland und Oesterreich-Ungarn. In WP'n wurden die Teilnehmer an der Beratung fiir die Griindung eines d e u t s c h - ii s t e r r e i c h i s c h e n V e r -k e h r s b ii n d n i s s e s im Rathause empfangen. Im Verlauîe des Abendessens braclite Biirgermeister Dr. W e i s k i r c h n e r den ersten Toast auf die Monarcheii der auf der Tagung ver-tretenen Lander aus, worauf die Musikkapelle die deutsche Hymne, die osterreichische Volkshymne und die bulgarische Nationalhymne spielte. Der Prâsident der Tagung, (i o n t a r d, pries die Gastfreundschaft der Stadt Wien und der Wiener Sektionsrat Dr. Kam pic. erklarte, daB durch den Krieg die Ungarisehe Nation erst Gelegenheit erhalten habe, die Ange-hôrigen des deutschen Volkes und der Oesterreicher genau kennen zu lernen. Biirgermeister Landau (Berlin) erhob sein Glas auf die drei verbùndeten Lander und ihre Hauptstadte. Biirgermeister M e i h a i 1 o f f aus R u s t s e, h u k dankte fur die warmen Worte, mit denen der Burgermeister Weiskirchner des Herschers der Bulgaren gedacht habe und fu'nr sodann fort: < Das auf den serbischen Schlachtfeldern zusammen vergossene Blut hat unsere Herzen naher gebrachl und so wiinschen wir, daB dièses Militarbiindnis sieh spiiter in ein wirtschaftliches und handelspolitisches Biindnis umgestaltet..» Die Krise des Weinbaues in Italien. lin Winzerverein in Rom berichtetc Vorsitzender Professor Marescachi iiber die un-gewolinliche Ausbreitung und Verderblichkeit der Reblaus, welcher infolge der Witterung und der beschriinkten ArJieitskriifte und des Materialmangels nur wenig entgegengewirkt werden konnte. Die italienische Weinernte im Jahre 1915 sei die sehlechteste seit Griindung deB Reiches und habe kaum neun-zehn Millionen Hektoliter gegen den Durchschnittsertrag von 4ff Hektoliter in den letzten seehs Jahren erbraeht. Die Preise seien von 22 auf 76 Lire gestiegen. Eine solclie Hohe der Preise sei seit einem Jahrhundert nicht dagewesen. F.r mahnte dringend die Winzer, zumal 4,0 V. H. von ihnen unter den Waf-fen stunden, das AeuBerste zu 1un, um die WeinstOeke zu ret-tén und zu pflegen. Die Sommerzeit und die franzosischen Deputierten. In der «Liberté» veroffentlic.ht Paul Bilhaud folgende Verse, die bezeichnend sind fiir die Wertschatzurig, welche die Sitzungen der franzosischen Abgeordneten bei einem gewiB nicht geringen Teile der Bevolkerung genieBen; «Les députés ayant quatre heures à siéger, C'est, non une, mais quartre heures qu'il faut changer Et, par chaque semaine, ainsi les partager:, Deux heures plus tard l'ouverture, Deux heures plus tôt clôture — Et le pays entier Jiénira l'horloger!» In freier Uebersetzung: «Vier Stunden sind unsere ErwUhlten gebunden. Man riickte die Uhr also gleich um vier Stunden Und teile. wie folgt, sie wOchentlich ein: Zwei Stunden spiiter man tagen muB. Ma* mâche zwei Stunden friiher SchluB. Und das ganze Land wiirde glticklich sein.» , Der Aberglaube in Frankreich. Schon vor dem Kriege war die Zahl der Wahrsagerinnen in Paris sehr groB. aber im Laufp des Krieges ist sie immer weiter gewachsen und hat allmahlich einen unheimlichen Umfang angenommen. Am meisten bekai»nt ist unter diesen modernen Sibyllen Madame de Thèbes, die sich schon vielfach iiber die Dauer und iiber den Ausgang des Krieges geiluBert Jiat. Die vielen Widersprttche, in denen sie sich bewegt, haben es nicht hindern kiinnen, daB ihr Ruf immer grôBer wurde, sogar auslilndische Zeitungen beschiiftigen sieh eingehend mit ihren Prophezeihungen. Aber ihr Erfolg hat, wie es zu erwarten war, eine groBe Konkunenz hervorgerufen. Nicht weniger aïs 43 600 (!) weise Damen sollen sich, naeh einem schweizerischen Blatte, auf dem prophetischen DreifuB niedergelassen haben, ohne daB diejenigen mitgerechnet seien, welche heimlieh diesem eintrâglichen Berufe sich widmen. Das jâhrliehe Einkommen dieser Wahrsagerinnen wird auf 73 Millionen Franken geschâtzt, und allein der «Matin» soll an dies-beziiglichen Inseraten tiiglieh 250 bis 300 Franken einnehmen. Môgen auch die Zahlen, die sich wohl nicht allein auf Paris, sondern auf Frankreich iiberhaupt beziehen. zu hoch gegriffen sein, so ist doch an der ungeheuren Verbreitung des Aber-glaubens in Frankreich nicht zu zweifeln. Auf dieses seuchen artige Umsichgreifen aberglaubischer Gpbriiuche passen treffend Goethes Verse: Glaube, dem die Tttr versagt Steigt als Aberglaub' ins Fenster Wenn die Gotter ihr verjagt, Kommen die Gespenster. Ein reicher Bettler. Der «Gazeta Lodzka» zufolge wurde in Lodz der 40jUhrige Bettler Dawid Nyssen festgenommen. dessen verwahrloster Zustand Offentliche Aergernis erregt hatte. Er wurde in eine Hadeanstalt gebracht. wo man bei ihm, im Mantel eingenaht, 1000 Rubel in Ftinf- tind Zehnrubeigoldstfickeii und 500 Rubel in Banknoten vorfand. Die amtlich kontrollierte Spitzenzentrale in Briissel, 54, rue des Colonies, in der unmittelbaren Nalie der Kommandantur, legt besonderen Wert darauf, eehte Spitzen sorgfiiltig au^-fiihren zu lassen, um neben ihren gemeinniitzigen Zielen auch der Heimarbeit selbst dienstlich zu sein. Es wird darauf hingewiesen, daB man drrt nur li a n d g e -arbeitete Spitzen unter Vermeidtmj Zwiïchen- handels preiswert ,erstehen Uuio.

Over deze tekst

Onderstaande tekst is geautomatiseerd gemaakt met OCR (Optical Character Recognition). Deze techniek levert geen 100% correct resultaat op. Dit komt mede doordat oude drukken moeilijker te lezen zijn met software dan moderne. Dat betekent dat er onjuiste tekens in de tekst kunnen voorkomen. Er wordt gewerkt aan verbetering van de OCR software

Er is geen OCR tekst voor deze krant.

Over deze tekst

Onderstaande tekst is geautomatiseerd gemaakt met OCR (Optical Character Recognition). Deze techniek levert geen 100% correct resultaat op. Dit komt mede doordat oude drukken moeilijker te lezen zijn met software dan moderne. Dat betekent dat er onjuiste tekens in de tekst kunnen voorkomen. Er wordt gewerkt aan verbetering van de OCR software

Er is geen OCR tekst voor deze krant.

Over deze tekst

Onderstaande tekst is geautomatiseerd gemaakt met OCR (Optical Character Recognition). Deze techniek levert geen 100% correct resultaat op. Dit komt mede doordat oude drukken moeilijker te lezen zijn met software dan moderne. Dat betekent dat er onjuiste tekens in de tekst kunnen voorkomen. Er wordt gewerkt aan verbetering van de OCR software

Er is geen OCR tekst voor deze krant.

Over deze tekst

Onderstaande tekst is geautomatiseerd gemaakt met OCR (Optical Character Recognition). Deze techniek levert geen 100% correct resultaat op. Dit komt mede doordat oude drukken moeilijker te lezen zijn met software dan moderne. Dat betekent dat er onjuiste tekens in de tekst kunnen voorkomen. Er wordt gewerkt aan verbetering van de OCR software

Er is geen OCR tekst voor deze krant.

Over deze tekst

Onderstaande tekst is geautomatiseerd gemaakt met OCR (Optical Character Recognition). Deze techniek levert geen 100% correct resultaat op. Dit komt mede doordat oude drukken moeilijker te lezen zijn met software dan moderne. Dat betekent dat er onjuiste tekens in de tekst kunnen voorkomen. Er wordt gewerkt aan verbetering van de OCR software

Er is geen OCR tekst voor deze krant.

Zufügen an Sammlung

Zeiträume