Belgischer Kurier: belgische Ausgabe des Deutschen Kurier

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s.n. 1916, 14 June. Belgischer Kurier: belgische Ausgabe des Deutschen Kurier. Seen on 19 January 2021, on https://nieuwsvandegrooteoorlog.hetarchief.be/en/pid/5717m0529c/
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feTefberf von der Ab'gab'e Eefreît. Pakete zablen bîs zu S Çg Gewicht auf Entfernungen bis zu 75 km eine Abgabe von 5 Pf., dariiber liinaus 10 Pf.. und Pakete im Gewicht von iiber 5 kg das Doppelte dieser Sâtze, Tm Telegrammverkehr wird ein Zuschlag erhoben von 2 Pf. fur jedes' Worfc, mindestens aber 10 Pf. fur jedes Telegramrn. Der Fernsprechverkehr er-fâhrt eine Verteuerung von 10 v. H. ftir aile Arten von An-schliissen und Gesprâchen. Von den Hôfen. Ulrich Herzog von Wiirttemberg, zur Zeit Kommandeur der 16. Kavalleriebrigade, erreicht. am 13. Juni «pin 39. Lebensjahr. Sophie Kônigin von G r i e c. h e n -1 and volléndet am 14. Juni ihr 46. und Marie Adelheid GroBherzogin von Luxemburg ihr 22. Lebensjahr. G ti s t a v V. Konig von S c h w e d c n begeht am 16. Juni sein 58. Geburtstagsfest. Adolf Friedricli Grofi-hcrzog von M e c. k 1 e n b u r g - S t r e 1 i t z vollendet am 17. Juni sein 84. Lebensjahr. — In Wien fand in feierlieher Weiso die Taufe d°s viertcn Kindes des Erzherzog-Tbronfolger-paares statt, der Kaiser Franz Joseph, der Konig von Saohsen aïs Taufpate, sàmtliehe in Wien weilenden Mitgiieder des Kai-serhauses, die bulgarischen Prinzessinnen Nadeschda und Eu-doxia und die Hofwiirdentrâger beiwohnten. Der neugeborene Prinz erhielt die Namen Felix-Friedrich-August. Der Vater, Erzherzog Karl Franz Joseph, der bekanntlich seine Truppen an der Siidwestfront fiihrt, konnte an der Feier uicht teilnehmen: auch sonst hat der Krieg viele Mitgiieder des Kai-serhauses ferngehalteu. «Wir riisten zu neuen Taten». Aus Si e 11 i n wird berichtet: Aus Demmin hat Admirai S c h e e r ein plattdeutsches Gedicht erhalten, in dem ihm fiir die i-uhmreiche Tat der deutsehen Flotte gedankt wird. Admirai Scheer hat darauf folgendes geantwortet: Seheun Dank, min leewo Herr Rendant, Vuu mi und mine Maaten, Fort pladdtitsch Lob ut I'ommerniand. Wi rttst for nige Taten. Admirai Seheer. Kriegergrabmal und Kriegerdenkmal. Die gleichnamige Wanderausstellung der stâdtischea Kunst-halle zu Mannheim hat nunmehr seit Jahresbeginn dio Stàdte Mannheim, Berlin, Halle, Briissel passiert; ihre Erôffnung in Koln und Leipzig steht bevor. Durch stetig zuflieBendes Ma-1 erial historiseher und moderner Beispiele, sowie durch lokale Bereicherungen erh.ïlt. sie ein mimer wechselndes Gesicht. Auf Grund ihres Inhaltes wird im Einvernehmen mit der Heeres-verwaltung ein illustriertes Werk herausgegeben, das die besten modernen und historischen Entwiirfe vereinigen soll. lu Yerbindung mit der Wanderausstellung ist eino offentliche 1» e r a t- u n g s s t e 11 e fur k u n s 11 e r is c h e K r i e g e r-o h r u n g (Stâdt. Kunsthalle, Mannheim) eingerichtet, die hâu-fig in Ansprueh genommen -wird und fiir jedermann unentgelt-lich zur Verfiigung steht. Das BergschloB des Odolkonigs. Der verstorbene Geheimrat Lingner zu Dresden hat, wie schon berichtet, sein wunden'oll gelegenea Schweizer Berg-sehloB Tarasp im unteren Engadin ' letztwillig dem Konig Friedrich August von Sachsen vermacht. Damit gelangt die uralte Veste, die langer als tausend Jahre von majestâtischem Kelsenthrone in das Engtal des Inn hinabblickt, wieder in den Besitz eines fiirstlichen Geschlechts. Lingner hat fur die H iederherstellung des trotzigen Bauwerks groBe Summen auf-gewendet und die gewolbten Ilallen und Galerien mit kost-baren geschnitzteu tirolischen Môbeln, Wa.ffen und Jagd-♦ rophâen ausgestattet. Jahrelang waren zahlreiche Bauleute tSfig, mn die Wehrturme, die Yorhofe und Torhâuser wieder herzustellen. Das SchloB liegt inmitten tiefer Bergeinsamkeit iiber einem griinen Aipsee, angesichts der Felsenzinnen des Engadin mehr als 1500 Meter hoch, und beherrscht, mit seinem wuchtigen Hauptturm und dem von einer Kapelle unte-r-brocbenen Mauernkranz weithin das waldige Land. Das Gé-schecht der Herren von Tarasp. welches hier seinen Stamm-sitz hatte, starb scbon im 12. Jahrhundert aus. Die folgenden Besitzer wareu geistliche Maclithaber, spàter die Grafen von f 'roi. dio Fiirstem von Dietrichstein und Mitgiieder des îister-reiehisçhçn Erzba.uses. Nachdem die Veste im 17. Jahrhundert durch Blitzstrahl schwer gelitteu und von gesehâftsgewandten Verwaltern ihres Inhaltes beraubt worden war, schien ihr gânz-licher Verfall unvermeidlich. Da kam zufallig Lingner des Weges und erwarb das SchloB, das so groBe Erinnerungen an graue Vorzeit bewahrt und zugleich als Baumonument hohe Be-deutnng hat. Aus GroBsBmssel. Von der Briisseler Handelskammer. phb. Sieben neue einfluBreiche Wirtschaftskorper, die die Handelskammer von Briissel repràsentiert, und die \on den Weltereigjiissen stark beeinfluBt worden wa.r, erholt sich immer mehr und mehr. Von alleu Syndikatskammeru ist jene am hâufigsten zusammengetreten, die si cil mit der Lebensmittel-frage beschaftigte. Der Vorstand des Zentralkomitees ver-sammelt sich regelmâBig, und aile wiehtigeo Fragen des Han-dels und der Industrie werdeu aufmerksam von ihm verfolgt. Die grofien Versammlungei^ die son^t alljàhrlich um diese Zeit wegen dar Ernennungen der Handelsrichter stattfanden, werden in diesem J;ihre nicht abgehalten, weil die augenblieklich im Amte befindlichen Kichter bis auf weiteres in ihrer Tâtigkeit verbleiben sollen. Die nâchste Versammlung der Vertreter der 110 Syndikatskammeru und der diesen angegliederten Ab-tcilungen findet deshalb erst im kommenden Dezember statt, um die Vorstandswahlen fiir das niichste Geschaftsjahr vor-zunebmen. Diese Versammlung wird in den Raumen der Kammer im BSrsenpalast, wo das Sekretariat arbeitet, abgehalten. Unter den zur Handelskammer gehôrenden Gruppen entwickelt zweifelsohne die Syndikatskammer fur Erfinder- und Gebrauchsmusterschutz die groBte Tâtigkeit. Sic hat sich unter anderem fiir die Arbeiten des Staatsingenieurs fiir Weg- und Bruckenbau, ('hanteux, intcressiert, welcher wissenschaftlich dio Lichtverteiluug in den Kinos festzustellen sucht. Jetzi, wo das Kino offiziell zu den Volksbilduugsmitteln gehôrt, wurdigt man erst recht das Interesse, das mit diesem Problem ver-kniipft ist. Der genannte Ingenieur will durch eino gliickliehe Anpassung der GroBenverhaltnisse und des Stoffes die meisten zurzeit, noch liestehenden Mangel auf dem Gebiete des Kino-wesens beheben. Die Syndikatskammer glaubt, daB ihr die Lôsung dieser Frage gegliickt ist, nachdem sie sich durch per-sonlichen Augenschein von dem Gelingen jenes Expérimentes iiberzeugt hat. al. Verregnete Pfingsten. Leider hatteu wir auch die PfingstfeierUge hindurch andauerndes Regenwetter. Wohl lugte hin und wieder schiichtern Frau Sonne aus den Wolken hervor, aber ihre Macht war nicht so stark, daB man ihr auf den Weg traute. Jedwede Feiertagsillusion ward einem geraubt. Welch hubsches Programm hatte man sich nicht fiir die Feiertage zusammengestellt. Und nun wieder dieser ganz trostlose Regen. Noch nicht einmal in den Cambre-Wald konnte man gehen. «In die Stadt» lantete daher iiberall die Parole. So konzentrierte sich denn das ganze Briisseler Leben wâhrend der Feiertage auf die Innenstadt. al. Im Soldatenheim wurde am zweiten Pfingstfeiertag ein v G r o 8 e s Konzert» vom Mânnerchor des Forts Liezele und einer Landsturmkapelle veranstaltet. In bunter Reihenfolge wechselten die musikalischen und gesanglichen Darbietungen miteinander ab, und der aus pràchtigen norddeutschen Land-stiirmern zusammengesetzfce Mânnerchor wetteiferte mit der hier bereits bestens eingeftlhren Landsturmkapelle um die Gunst des zahlreich erschienenen feldgrauen Publikums. Das vom Mânnerchor ganz prachtvoll zu Gehôr gebrachto «Im Feld des Morgens friih» gefiel besonders gut. — Nach dem Konzert hielt Herr L U s t, der Leiter des Soidatenheims, einen Vortrag iiber das Thema: «Oharakterbildung». Er legte seinem Vortrag das bekannte Wort des PreuBenkônigs: «Was wir im vergangenen Kriege an natUrlicher Volkskraft verloren haben, muB uns d:o Zukunft an nationalen und sittlichen Krâften neu schenken», zu Grunde. Die Bildung des deutsehen Oharakters ist eine der groBen Zukunftsaufgaben. — Des Abends um 8Vi Uhr kamen noph die so beliebten Kriegslichtspielê zur Vorfiihrung. Eine aktuelle Kriegswochenschau, ein natur-wissenschaftlicher, ein sportlicher und ein humoristischer Film wurden u. a. gezeigt und erzielten dankbaren Beifall. —r So hat in ruhiger Weise die Leitung des Soidatenheims ihre» lie-ben Feldgrauen fiir angenehme Unterhaltung wâhrend der Pfingstfeiertage gesorgt, und aile die vielen, die wâhrend der beiden letzten Tage dort, ein- und ausgingen, werden in dank-barer Erinnerung der <rfingsten 1916 im Briisseler Soldatenheim» gedenken. al. Seit gestern ist das Soldatenheim um einen neuen W a n d s c-h m u c. k bereichert, worden. Neben dem Weib-nachtsgeschenk der Kaiserin, ihrem Bildnis -mit eigenhândiger Unterschrift, wird ein farbenprâchtiges Oelbildnis des Kaisers prangen. Das Bildnis stellt den Kaiser in Kriegsuniform, im Helm mit feldgrauem Ueberzug dar und ist von dem feldgrauen Maler J. Rosenkranz -Bochum angefertigt worden. Dieser s te 11 te das Kaiserbildnis dem Gouvernement zur Verfiigung und das Gouvernement iiberwies es dem Soldatenheim, wo es mit groBer Freude aufgenommen wurde. Aus der Provînz. em. Die Antwerpener Bibliotheken. Die GemeïncTe- und Volksbibliotheken von Antwerpen erfreuen sich zur Zeit eines âuBerst regen Besuchs. Im Jahre 1913 wurde der stâdtische Losesaal auf dem Consc'ienceplatz von 16129 Personen besucht, dië 34 623 Bândc verlangt haben; im Jahre 1914 war die Zahl der Besucher auf 15 436 und die der verlangten Biicher auf 32 890 zuriickgegangen. Dieser Riickgang wurde aber nur wâhrend der Monate August, September und Oktober îestge-stellt. Im Jahre 1915 fanden sich bereits wieder 25 857 Leser ein, also beinahe 15 000 mehr als im Jahre 1913, an die 49 619 Werke ausgeliehen wurden. Nach den einzelnen Literaturen betrachtet sind im Jahre 1914 au franzosischen Werken 4696 Bande und ebensoviel vlamische Bûcher verlangt worden; ferner wurden 625 deutsche Biiclicr und 266 englische Biicher ausgeliehen. Nach Hause durften .1429 Biicher mitgenommen werden. Im Jahre 1915 wurden 122 448 Biicher der franzosischen Lite-ratur, 9679 der flâmischen, 1203 der deutsehen und 1176 der cnglischen Literatur verlangt. Die Zahl der nach Hauso mit-genommenen Biicher stieg auf 2296 Bande. Die Antwerpener Yolksbibliothek in der BlindenstraBe mit ihren fiinf Zweigniej derlassungen hat im Jahre 1913 bereits 174 407 Bânde, im Jahro 3!>14 dagegen schon 18178*5 Bânde und im Jahre 1915 sogar 445 323 Bândc ausgeliehen. Dank der Bemûhuugen des Schôffen V. Desguin sind die Antwerpener Bibliotheken in der Lage, allen Anspriichen nachzukommen. em. Biitterausfuhr aus dem Gouvernement von Maubeuge. Die Zivilverwaltung des Gouvernements von Maubeuge hat eine Verordnung erlassen, worin mitgeteilt wird, daB, wenu _iu. gewisse Gemeinden ein UeberschuB an Butter vorhanden ist, dieser ausgefiihrt werden darf, wenn die Meiereien, die Bevôl-kerung und Miirkte des Gouvernements damit vergehe» sind und die Landwirte die uôtigen Vorrâte fiir die Wintermonate zuruCkgestellt haben. Um diese Erlaubnis zu erlangen, muB an den Prasidenten der Zivilverwaitung, entweder von der Ge-meinde selbst oder von den einzelnen Landwirten ein Gesuch eingereicht wprden, worin genau die Herkunft der Butter sowie der Name und die Wohnmig des Empfangers angegeben sein muB. Diesem Gesuch muB eine Bescheinigung des Biirger-: meisters beigefiigt werden, wonach die Butter ohne Nachteil fiir die Milch- und Butterversorgung der Bevolkerung des Gouvernements von Maubeuge ausgefiihrt w'erden kann. phb. «Le bouloir» ist das Volksspiel, das augenblicklicK in Oharleroi àm meisten gespielt. wird. Ein jeder kennt dieses aus fiinf Ke^geln bestehende Spiel. welclie mit einer Holz-kugel aus einer Èntfernung von 20—25 Metern umzuwerfe» sind. Dieser Zeitvertreib ist ein wahrer Sport geworden, den aile mit Vergntigen treiben, nicht nur das Volk in den kleinen Wirtshâusem, sondera auch der wohlhabejide SpieBburger in nur seinen Geldbeutel sich erschlieGenden Kegelbahnen, die den Spielvereinen, boul'clubs usw. gehoren. Wettspiele werden veranstaltet, starke Spieler erlassen offentliche Herausforde-rungen u. dergl. m. Geschickte Spieler verfehlen auf dreiBig Schritt, keinen Kegel. Das Wetten unter den Zuschauern fehlt auch nicht ... wie beim Rennen . . . GlUcklicherweise ziehen die Armen einen Vorteil daraus, denn aile diese Wettspiele werden untçr dem Vorwande der Wohltâtigkeit veranstaltet. So ist denn das Volksspiel «bouloir» ein modernes Sportspiel geworden, und abends streitet. man sich um den Wert der Par-i tie Mertens-Linard oder iiber die GroBtaten der Gruppe Tricet-Schmidt, wie sonst nur iiber irgend ein politisches Problem. Gliickliches Volkchen! Heitere Ecke. Ein polnischer Rekrut vom Fiisilierregiment Nr. 33 erhSlf. seine erste Lôhnung: fiir zehn l'âge je 33 Pfennig. «Is sich schade!» sagt er zu einem Kameraden, «Brader meinijes is sich gekommen zu Regiment 261, kriegt sich also fiir jéden Tag 2 Mark 61.» * Welcher Unterschied ist zwischen unserem Kaiser und dem Vizeadmiral Scheer? Der Kaiser ist unser siegreicher II e r r s c h e r. Und der Vizeadmiral ist unser siegreicher Herr Scheei'. * «Ich miichte eine Brille kaufen.» < Weit6ichtig oder kurzsichtig?» - •"* «Durchsichtig.» # N «Wie oft hab' ich Euch schon gesagt: Wenn der Soldai seine Pfeife raucht und es geht ein Vorgesetzter vorbei, so muB er sie heraustun. Warum hast also dei' Pfeifen net aus'm Maul tan?» «Herr Feldwebel, ich melde gehorsamst, das war ja, gar nicht mei' Pfeifen, was i g'raucht, hab', das war dem Ebner seine!» Zuriickgekehrt nach Bristol, fand er dort die schwediscl Bark «Angelo» vor, die nach Norwegen bestimmt war, iu nahm nun auf dieser Stellung als Mat rose an. Am 9. Dezember 1915 musterte er auf diesem Schiffe a das am 9. Januar 1916 von Bristol nach Cardiff und am 23. F bruar 1916 von Oardiff in See nach Norwegen xtach. Nsu vierwôchiger Fahrt, die das alte und wracke Schiff kaum 3( Seemeilen weitergebracht hatte, ergab sich wegen Seeuutiichti: keit. des Schiffes und eintretenden Proviantmangels die Unmôi lichkeit, die Fahrt fortzusetzen. Ein herbeigerufenes engliscln Kriegsschiff nahm sich des Seglers an, holte durch Ftmksprut einen Marinese.hlepper herbei, und die «Angelo» wurde, in de irischen Hafen Berehaven geschleppt. Achtzehn Tage lar wurde das Schiff notdiirftig ausgebessert; dann versuchte i die Reise aufs neue. Auch auf dieser Reise traten alsbald die MiBstande wiedi ein, und sur durch fortgesetzt schwere Arbeit an den Schiff pumpen war es môglich, da.s Schiff flott, zu halten und in (If norwegischen Bestimmungshafen Melsomoik bei Tônsberg ■/. bringen. Endlich, sicher auf neutralem Boden angelangt, en deckto sich Werner Kray seinem Schiffskapitàn, daB er ei Deutscher sei, und teilte ihm ailes mit, was er getan habe, u: nach Deutscbland zu gelangen. Der alte Seemann sagte ihn «DaB du ein Gehennnis hattest, bemerkte ich schon lange, un daB du Deutscher seist, vermutete ich ebenfalls, de on so w du auf dem Schiffe dich verhalten und gearbeitet hast, so kann nur ein deutscher Seemann; du bist der tlichtigste junge Sei mann, den ich bisher an Bord hatte, und ich wunsolie dir alk Gliick fiir dein weiteres Unternehmen!» Von Melsomoik begab sich Werner Kray nach Christianii «u dem deutsehen Konsul. Diesem machte"er Mitteilung iibe 6einen wahren Namen und seine wa.hren persônlichen Verhâl nigse. Dieser deutsche Konsul nahm sich des jungen deutsche Seemannes liebevoll und freundlîch an und verhalf ihm zu weiteren Reise nach seinem Vaterlande, Die Orkneyinseln, T>îp Orkneyinseln, auch Orkaden genannt, in deren Nah Lord Kitchener mit seinem Stabe an Bord des Panzerkreuzei ■ «Hampshîre» einer Mine oder einem Torpédo zum Opfer g< fajlen ist, ist eino der drei Inselgruppon, die im Norden Schott lands die Nordsee vom Atlantik scheiden. Wâhrend die Hf briden der schottischen Nordspitae westlich vorgelagert sine bilden Orkneys und Shetlands die nordostliche Fortsetzung de groBbritannischen Insellajides, Die Inselgnippe der Orkuey: ie die durch den zehn Kilometer breiten Pentland Firth vom Fes id lande getrennt ist, setzt sich aus 67 grôfieren oder kleinere Inseln zusammen, die im ganzen von etwa 30 000 Eiuwohner u, hewohnt sind. Allerdings dienen nur 29 Inseln als menschlich e- Wohnplâtze, wâhrend die iibrigen infolge diirftiger Vegetatio h nur zu Weide-, Jagd- und Fischereizwecken benutzt werde >0 konnen. Neben den Inseln ragen noch eine grofie Anzahl se f- genannter Schâren aus dem Meer empor, nackte Felsen, di i" bei hohem Wasserstande vôliig iiberflutet und bei abflutender îs Meer ganz und gar mit Algen und anderen Seepfla.nzen iibei h deckt sind, die zur Sodabereitung Verwendung finden. De n Bootsverkehr zwischen den einzelnen Inseln ist nicht ungf g fâhrlich, da in den sie trennenden Meerengen vielfach reiBeniJ >s Stromungen herrschen, die den Schiffern, besonders bei de kleinen Insel Swona, ihre Tâtigkeit auBerordentlich erschwerei ;r Unmittelbar an den Orkney-Inseln fiihrt der Golfstrom vorbe s- der die Temperatur aufs giinstigste beeinfluBt, so daB sie auc n im Winter nur gaiiz ausnahmsweise unter den Nullpunkt. lierat u sinkt. Die groBten der Orkney-Inseln sind Poinoua oder Main t- land mit etwa 16 000 Einwohnern, dann South Ronalshaj n Westray, Sandav, Hoy, Strensav, Shapinshay und Rousaj n Politisch bilden die Orkneys mit den Shetlands zusammen ein i. einzige Grafschaft, deren Hauptstadt Kirkwall auf Pomona isl e Die Orkney-Inseln haben schon im Altertum eine gewiss >s Rolle gespielt, und zahlreiche Spuren weisen auf die àlteste: j_ Zeiten der Geschichte hin. Die Einwohner sind zum Teil Ab ;S krtmralinge der Normannen, die bis um die Mitte des 18. Jahi hunderts a.n ibrer iiberlieferten Sprache festhielten; erst sei dieser Zeit liât das Englische bei ihnen Eingang gefunden. Di ; nachweislich ersten Bewohner der im Altertum Orkades ge nannten Inseln waren die Pikten, also Kelten, die zusammei mit den aus Irland eingewanderten Skoten, namentlirh nacl dem Abzuge, der Romer, hâufig Einfali. in Britannien unter nahmen. Nach ihnen * erden noch beute auf den Orkney- tun 1 Shetland-lnseln die sogenannten Piktenhâuser bezelchnet Kegelfôrmige Rundtiirme von drei bis fiinf Metern Hi^he, die wie aus in ihnen vorgefundenen Resten von Gerâten, Knochei und Scherben gesehlossen worden ist, den ersten Bewohnon als Wohnstâtten gedient haben sollen. Dem Christ en tum wur den die Inseln im sechsten Jahrhundert durch irisehe Missio nare erschlossen. In den folgenden Jahrhunderten wechseiti e der Besitz der Inseln hâufig zwischen Normannen und Nor s wegern, bis gegen Ende des neunten Jahrhunderts çler Nor wegerkônig Harald Harfagar die Orkneys und Hebriden ai das Geschlecht des Jarl Rognwald von Môre verlieh. Diescn - Geschlecht entsproBten die alten Grafen von Orkney, voi l,1 denen sie durch Erbschaft an verschiedene Hâuser gelangten s bis sie gegen Ende des 14. Jahrhunderts als Heiratsgut an da; Sj | Haus Sinclair fielen, Immer aber wareu noeh die Konige yoi | Norwegen die éigentlichen Oberlehnsherren, bis Christian I. ii von Danemark, Schweden und Norwegen die Inseln 1468 seinem n Schwiegersohne, dem Konig Jakob III. von Schottland, ver-e pfândete. Da das Pfand verfiel, verblieben die Inseln bis heu-ii tigen Tages bei Schottland. Die heutigen Grafen von Orkney a sind die Mitgiieder der Peersfamilie Fitzmaurice, denen der Titel durch Erbschaft von einer Seitenlinie des Hauso.s Hamil--e ton uberkam, dem er Mitte des 17. Jahrhunderts von Karl L a verliehen wurde. Wie es scheint, war der Wert der Inseln in fruhere» Ja.hrhunderten dem gegenwârtigen ilberlegen, wora.uf r nicht nur die zahlreichen Besitzstreitigkeiten damaliger Zeiten hin weisen, sondern auch die Tatsache, daB die Inseln ehemals e viel zahlreicher bevôlkert waren, aïs dies heute der Fall ist, r So erklftrt es sich auch nur, daB im friihen Mittelalter die i. Chroniken von nach vielen Tausenden zâhlenden Reisigen i, berichten, die sich in zahlreichen blutigen Schlachten fiir die ii Ehre ihres beimatlichen Bodens stritten . . i Schicksal? b Aïs die Nordseeschlacht geschlagen, LieB man fingerdicke Liigen 3 Nach dem ersten starren Zagen 1 Ueber den Planeten fliegen: «Seht, der Feind floh kurz entschlossen (Als er uns in Grund geschossen); [ England ist nicht, fur die Katz! Denn es blieb ja m . < auf dem Platz.^> i * i Kitchener starb. Dieselbe Faust Sah man schwaras vorliberhuschen, 1 Und dann kam der Schlag gesaust — Und hier gibt es kein Vertuscben, , Euer Fiihrer liegt gefàilt; i Wird vielleieht auch dies der IWelt. i Als ein Vorteil dargestellt? Nein, — doch halbgesenkten Blicks, ; Weil es in den Seelen tagt, Wird die Mifigunst des GescMcks Angeklagt. i i Armer Irrtum! Sollt geschwind i Ihn berichtigen — ,1 Schicksal hier auf Erden sind s Die Tiichtigen! 1 Gottlieb (ûa sTag»%

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