Belgischer Kurier: belgische Ausgabe des Deutschen Kurier

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s.n. 1916, 18 Juni. Belgischer Kurier: belgische Ausgabe des Deutschen Kurier. Konsultiert 28 Oktober 2020, https://nieuwsvandegrooteoorlog.hetarchief.be/de/pid/707wm14t0f/
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das lâSfc sich' sch'on fieu't'e mit Bestimmtîieit sagen — die TJnïer-. haltungsliteratur. Hundert Jahre Nordseebad Cuxhaven. «Wenn jetzt nicht dio Welt von Krieg und Kriegs-geschrei widerhallen wtirde. kônnte», go wird aus Cuxhaven gesohrieben, «das Nordseebad Cuxhaven jjetet ttin dio Mitto Juni seine diesmalige Badesaison feajlich und feierlich erôffnen, demi es sind in diesem Sommer 100 Jahre seit der Grilndung des Nordseebades Cuxhaven verflossen. in einer lângeren Abhandlung war im Jahre 1792 der berilhmte Gôttinger Pbvsiker Hofrat I.ic h t e n b e r g fiir die Grtindung von Nordseebâdero an Duutschlands Kiisten eingetreten und hatte dabei ganz besonders auf Cuxhaven hingewiesen. Die dann bald darauf einsetzende Kriegszeit war jedoeh der Ausftihrung soleher Ariregungeft nieht gtinstig. Erst im Jahre 1816, als der Friede wiederTicrgastelb war, nalim der dataalige Amtmann des Amtes R'tzebiittel, Sanator Dr. 'Abendroth, die Fôrderung der fj<»badeaugelegenheit kr&f-tig 'a die Hand, und es gelang îhm, unter elgêiiffti bedeutenden C'iifern eine Sefebadeanstalt. ao Cuxhavoner Strande zu errich-ten, und sehon der Sommer 1817 braehto 295 Badegàste naeh Cuxhaven, die 2743 Bftder nahmen. Die Besucherzahl ilber-schritt 1905 erstmalig 20 000, worauf 1913 sehon die Zahl 30000 erreicht wurde. Die Saison 1914 w&re zweifellos die glanzvollste des Nordseebades Cuxhaven goworden, wenn nicht der Weltkrieg dazwischengekommen w&re, Wenn in hoffent-lieh nieht zu ferner Zeit wieder Frieden in der Welt sein wird, dann diirfte aàich das Cuxha.vener Badeleben wieder in alter Pracht und Herrlichkeit erstehen.» MilitSrpersonalien. Herzog Cari Alëxander von W u r f t e m b e r g, Oblt. im Inf.-Regt. 121, zurzeit b. Kommando der 4. Armee, wurde zum Hauptmann beftirdert. Der Herzog ist der dritte Sohn des Thronrolgers und Heerftthrers Herzog Albrecht. — Konteradmiral z. D. Ithamer hat den Charakter als Vize-admiral; Marine-Generalarzt mit dem persOnlichen Range aïs Konteradmiral a. D. Dr. Erdmann den aïs Marine-Obergene-ralarzt, erhalten. — Grofiadmiral v. Tirpitz ist in Sa nkt B1 a's ie n irn Schwajzwald eingetroffen. — Generalieutnant R i 11 e r v. K n e u B1, der aus den Wiedereroberungskampfen uni Przemys] riihmlichst bekannte bayerische Heerfiihrer, hat von seiner Vaterstadt L i n d a u wenige Tage- naeh dem .Jahres-fag der Besitznahme der Festung Przemysl das E h r e n b U r -gerrecht erhalten. Aus Schlesien. Man schreibt uns: Die Obst- und Beerenernte in Niederechleeien versprieht naeh der bisherigen im allgemeinen recht guten Entwieklung der Fruehte eine gesegnete zu werden, wenngleiçh man bei den Aepfeln nur auf eine Mittel-ernte rechnet. Dafiir stehen die Birnen um so besser da, und versprechen besonders die Friihbimen mit ihrem recht guten Fruehta.nsatz reiehe Ertrage. Von den Kirchen sind wohl am gesegnetsteu die SûBkirchen, deren Fruchtansatz ani reichlich-sten ist, wahrend die Sauerkirchen hinter dem vorjâhrigen Ertrajre nieht zurfiekbleiben. Die Pflaumen endlich versprechen gleiehfalls eine sehr gute Ernte, wenn auch bei den reichlich mit Friichten behangenen Bâumen hier und da junge Triebe vertrooknet sind. Einen schônen Ertrag versprechen die Erd-beeren, von denen sehon jetzt groBe Exemplare auf den Markt kommen; besonders gut haben die Johannisbeeren angesetzt, und die Strâucher der Stachelbeeren sind iiber und iiber dicht behangen. — Die Anregung, in diesem Jahre auch junge Krîihen der menschlichen Ernâhrung dienstbar zu machen, veranlaBte die Fleischversorgungsstelle der Stadt B r e s 1 a u, einen solchen Versuch zu machen. Sie bestellte 500 Jungkriihen und iieB sie auf dem Markt durch die Wildbrethândler verkaufen. Der Preis fiir das Stiick betrug 50 Pf., und der Liebhaber fiir diese neue Speise fanden sich ko viele ein, daB der ganze Vorrat verkauft wurde. — Der Bergbau im Riesengrunde am FuBe der Schnee-koppe, der seit Jahren fast ganz aufgehôrt, hat, soll wieder lieu belebt werden, da sich unter den kurzlich bei einer Probe-schiirfung gefôrderten Erzen auch Kupfererze befanden, die gegenwartig einen hohen Wert besitzen, deren Ausbeutung sich a.ber friiher nicht lohnte. Mit RÙcksicht auf die Nutzbarkeit der Kupfergewinnung in der gegenwàrtigen Zeit soll daher der Bergbau im Riesengrunde durch den Staat und unter staat-licher Leitung durch zu diesem Zwecke beurlaubte Solda ten i n kurzer Zeit wieder aufgenommen werden. Das Zôlibat der Lehrerinnen und Staatsbeamtinnen. Man schreibt uns aus Wien: per. Eine Frage, die seit Jahren auch in Deutschland Gegenstand von Erôrterungen gewesen ist und jetzt infolge des Krieges erneut in den Vordergrund getreten ist, reift in Oesterreich ihrer Lbsxmg entgegen. Das Eheverbot fiir Lehrerinnen und Beamtinnen im offentlichen Dienst dûrfte naeh dem Kriege ,wenn die Parlamente wieder tagen, endgiiltig beseitigt werden. Eino Abordnung von Vertreterinnen des Allgemeinen bsterreichischen Frauensvereins wurde vor einigen Tagen vom osterreiehisohen Unterichtsminister und vom Handelsminister empfangen, um die Untersttitzung der beiden StaatsmSnner fiir die Aufhebuna; des Eheverbots der Lehrerinnen und Beamtinnen zu rrbitten. Beide Minister gaben dio Erklârung ab, dafi sie trotz mancher Bedenken gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Art, die fiir das Eheverbot spràeh-en, doch der Ansicht wâren, daB die fiir seine Aufhebung spreohenden Griinde diese Be- deni>n weït flb'er-wiegen. Der TTnïerrî^Iitsmïnîster vertrat die Ansicht, daB bei den Lehrerinnen wichtige pâdagogische Griinde fiir die Beseitigung des Zblibats vorlSgen, denn der EinfluB von Miittern in der ôffentlichen Schulerziehung sei von hohem Wert und die Mitwirkung von Lehrerinnen, die selbst Miitter sind, sei nicht zu untorsehâtz-en. Der Handelsminister erkannte die Leistungen der Staatsbeamtinnen besonderfi wahrend des Krieges an-und sprach die Hoffnung aus, daB die Aufhobung des Eheverbots fiir aile Frauen im fiffentlichen Dienst auch auf die im Privatdienst stehenden Fra.uen eine gtinstigere Riic.k-wirkung ha.ben wttrde. Die Bevôlkenuigsfrage wird in allen Lànéern naeh dem Kriege Gegenstand ernster Erwàgungen sein. In Oestorreich diirfte die Aufhebung des Eheverbots (tir Angestellte im offentlichen Dienst der erste Beitrag zu ihrer L8sung werden. Aus Belgien. phb. Das Monnaietheater bleibt geschlossen. In Hrussel hait sich hartnâckig das Gerdcht vÔn einer Wiedereroffnung der «Monnaie». Hauptsâchlich ist diese Ansicht in den Kveisen der kleinen Angestellten und der Kilnstler des ïheaters ver-breitet.. Naeh an durchaus zuverlâssiger Quelle eingezogenen Erkundigungen kann von einer Wiederaufnahme eines auf so breiter Grundlago aufgebauten ÏJnternehmens keine Rede sein und zwar aus finanziellen Griinden. Das Monnaietheater kann nur mit Hilfe reicher Zuwendungen spielen. Die Behôrden, in erster Linie die Briisseler Stadtverwaltung, danoben aber auch die kôniglicho Zivilliste, deckten friiher zu oinem gioBen ïeil die Unkosten des ïheaters. Es ist daher leicht verstSndlieh, daB die Wiederaufnahme eines regelmftBigen Splelbetriebes zur Zeit unmoglich ist. phb, MaBnahmen gegen die Kartol'îelkrankheiten. Der Direktor der phytopethologischen Station in Gembloux, F. M a r s h a 1, hat sich mit der durch den Mangel von Kupfer-sulphat zur Herstellung der «Bruillie Bordelaise», eines Mittels gegm Kartoffelerkrankungen, geschaffenen I.age befaBt. Marshal hat an der Hand zahlreicher Expérimenta nathgnwfesflw, daB eisensulphathaltige Bruillies nJlbst bei starker Konzen-trierung — 4 v. H. — keinen Erfolg haben, der zu einem weiteren Kampfe gegen die Peronosparazeen ermutigen kônnte. Die piltztôtende Kraft des Eisensulphates ist lOmal schwâcher, als das der Kupfersalze. Man miifite also eine so stark kon-ventrierte SalzîOsung anwenden, daB sie auf die Pflanzen ver-brennend wirken wtirde. Marshal cmpîiehlt, eher ubermangan-saure Potasche zu nehmen, die sich bai einer LOsung von 1 bis 1,25 pro Mille bei den in der Schweiz an Weinstiicken gemach-ten Versuchen als wirksam erwiesen hat. Die Besprengungen miiSBtn recht haufig vorgenommm uni naeh jedem Regen wiederholt werden, da die Lôsung nicht haften bleibt. Sie miis-.sen am 8. Juli beginnen und kônnen pulverfbrnùg oder fliissig angewendet werden. Die Ergebmesè Marshais werden den Landnirten d.jrc-h die Staatsag' onomie ro'lgeteilt werden. em. Ein kleines kostbares Gemâlde von groBem Wert ist in einem Privathause in Elsene gestohlen worden. Es ist auf einer Kupferplatte gemalt und stellt Christus dar, aïs Simon ihm half, aufzustehen. Im Hintergrunde befindet sich eine Gruppe von Personen. Das Gemàlde ist von Franc gezeichnet und stammt a.us dem 17. Jahrhundert.. Der Rahmen ist ver-goldet. Die Elsener Polizei hat Nachforschungen eingeleitet. ht. Wertpapierdiebstahl. Die Briisseler Polizei wurde vom Staatsanwalt davon bênachrichtigt, daB Diebe den Stahlschrank des Rentners B. in Warmeton erbrochen und u. a. folgende Wertpapiere entwendet haben: 8 Obligationen der Stadt Stockholm 500 Franken '4 v. H. 1908 und 104 311/18 und 14 Obligationen der Caisse générale de Reports et de Dépôts, Série 18 und 82 544/57. em. Das Rote Kreuz von Belgien. Der Antwerpener Ver-ein der Krankenwârterinnen hat am Donnerstag seine Sitzungen unter dem Vorsitze des Dr. Yan Langenneersch wieder aufgenommen. Dio Damen, die beabsichtigen, Mitglieder des Ver-eines zu werden, werden ersucht, ihre Beitrittserklarung bei Frau Van Aubel, 144, Avenue des Arts, einzureichen. em. Einsturz eines Hauses in Antwerpen. Geste m nach-mittag stiirzte in der StuhlstraBe zu Antwerpen der obéré Teil eines Hauses plotzlich ein und die Triimmer fielen in den Hof, der sich zwisehen diesem Haus und einem Nachbarhause befindet. Dio Stuhlstrafio ist sehr ait und mehrere intéressante Bauten aus einer lSngst vergangenen Zeit sind dort noch auf-zufinden. Der eingestiirzte Teil schien auch vor Alter ganz bau-fallig zu sein. Die Strafie ist sehr dicht bevôlkert und wie durch ein Wunder ist bei dem Einsturz Niemand verletzt worden. In jedem Hause wohnen mehrere Familien. Der Ingénieur Beyls ha.t sich sofort zur Unfallsstiitte begeben, um die nôtigen MaBregeln gegen weitere Unfâlle zu veranlasscn. em. Aus Gent wird mitgeteilt: Von Sonntag, den 18. Juni, ab bleibt die Geschàftsstube der Pa.Bzentrale Sonntags geschlossen. Die des Montags giiltigen Reisepilsse kônnen Sonn-abends nachmittag abgeholt werden. phb. Ein Freilufttheater ist in Seraing gegrttndet worden. Dieses neuo Unternehmen hat die Absicht, im Kasino Beauséjour, am Eingang des Vecquée'er W&ldchens, verschie-dene Theaterstiic-ke zur Auffiihrung zu bringen. Der Rein-ertrag soll ausschlieBlich den ôrtlichen AVohlfahrtseinrichtun-gen zugute kommen. Am 25. ds. Mts. wird das Programm ledig-lich von Kindern bestritten werden. Der Tumverein «Sala.-mander» wird verschiedene Reigen ausfiihren. Die kleine Truppe von Chênée wird wieder die «Schulrevue» geben, die einen so groBen Erfolg hatte. Eine Musikkapelle unter Leitung des Dîrekïors der «Kgl. FanfarenblMser von Seraing», Virly. nies, wird die Theatersession eroffnen. Johann Lecasse vom Gymnasètheater wird in einigen fiir die, neue Biihiie bearbeiteten Stiicke spielen. Man beabsichtigt sogar, die reizende Operette «Die Musketiere im Kloster» aufzuftihren. Ueber Bestandaufnahme, Hôchstpreise und Verkauf von Flachs und Heeden bat der General-Gouverneur in Belgien eine neue Verordnung crlassen. Danach ist jeder, der VorritU' an gearbeitetem Flac.hs oder Heeden in Gewahrsam hat, verpflifhtet, die a.m ersten eines ëden Monats vorhandenen Mengen, getrennt naeh Flachs und eeden, unter Bezeiehnung der Eigentiimer und des Lagerungs-ortes den Gcmeindcbehôrden bis zum dritten eines jeden Monats anzuzeigen. Die Gemeinden haben durch die Biirgermeister di«' in ihrem Gemeindebezirk vorhandenon Vorriite den Zivilkommissareg bis zum fiinften eines jeden Monats anzuzeigen. Die Anzeigepflicht umfaBt nicht den Roh- oder Stengelfla<'hs. — Folgendo Hôchstpreise werden im Gebiete des General-gouvernements fiir Flachs und Heeden festgesetzf: 1. Wàssergerostete F1 à c h s e : 350 Fr. fiir den Ballen von 104 kg Brutto oder 103 kg Netto Kortrijkflachs von guter starker Ketto mit feiner Faser, frei von Schâben und voll-kommen trochen. Fiir den seltenen allerfeinsten Kortrijkflachs, der sich — abgesehen von den genannton Eigenschaften — noch durch ganz besondere Feinheit, Festigkeit, htichste Spinu-fShigkeit und gleichm&Big hello Farbe ausv.eichnet, und dessen Kopf und FuB vollkominen rein ausgaarbeitet sind, erhOhen sich die Rôchstpreise bis zu 400 Fr. fiir den Ballen von 104 kg Brutto oder 103 kg Netto; 250 Fr. fiir 100 kg flandrische blaue Flûchse bei bester QuaJitàt mit vollkommen reiner Bearbeitung. 2. R a s e n f 1 à c h s o (Feldrotten): 180 Fr. fiir 100 kg ge-schwungenen, rasongerosteten Flachs, gleichgiiltig welcher Her-kunft, bei bester Qua lité t mit vollkommen reiner Bearbeitung. 3. Heeden. 80 Fr. fiir gescb wingelte, bester Qualité t; 100 Fr. fiir richtige Naturen, bester Cualità'.f.; 120 Fr. fiir Snutjes, bester Qualit&t: 140 Fr. fiir Kâmmlinge, bester Qualitât. Fiir geringere Qualitâten und bei schlechter Bearbeitung ermaBigen sich fiir ails Flîichse und Heeden die Hôchstpreise entsprechend, Der Verkauf von Flac.hs oder Heede ist nur zulâssig an: die Rohstoff-Abteilung in Gent, die Flachshureaus in Kortrijk und Lokeren, und an dio von dem Verwaltungsehef bei dem General-Gouverneur zum Ankauf bevollmâchtigten belgischen Spinncreien. Dio bis zum 20. Juni 1916 nicht verkauften Bestânde an Flachs und Heeden alter Ernte sind auf Anforderung seitens der zustandigen Zivilkominissara den amtliehen Stellen zu iiberlasscn. Findet eine Einigung iiber den Verkaufspreis nichl statt, so wird der Preis durch diese Behôrde unter Zuziehung von mindestens einem belgischen Sachverstandigen festgesetzl. Mit Gefàngnis bis zu einem Jahre und mit Gc-ldstrafe bi? zu zwanzigtausend Mark, oder mit einer dieser Strafen werden bestr.'ift: wer seine Bestimde an FJachs oder Heeden den Ge-meindebehorden gegeniiber ni',ht oder falsch anzeigt, wer die festgesetzten Hôchstpreise iiberschreitet, wer einen anderen zum AbschluB eines Vertrages auffordert, durch den die Hôehst-pre;se iiberschritten werden, oder wer sich zu einem solchen Vert rage a.nbietet, wer Flachs oder Heede an andere als die bezeichneteu Stellen verkauft oder verâuBert, wer naeh dem 20. Juni 1916 seine alten Bestanle an Flachs und Heede, trotz Auîfordtrung der zustandigen Zivilkommissare, nicht an die bezeichneten Stellen abliefert, wer Vorrate ron Flachs oder Heede verniehfet oder unbrauchbar maclit, ferner die Biirgermeister, w-elehe die in ihrem Gemeindebezirke vorhandenen Vor-r-ïte an Flachs und Heeden, die ihnen bekannt waren oder den Umstânden naeh bekannt sein muBten, den Zivilkomraissaren nicht oder falsch anzeigen. AuBerdem kann die Einziehuns des Flachses oder der Heede ausgesprochen werden. Zustandig sind die deutsehen Militârgerichte und Militarbefehlshaber. Heitere Ecke. Es s c h a d e t n i c h t s, wenn ein Luftschiffer <hoch-fahrend» ist oder ein Kampfflieger «unnahbar», wonn ein Horchposten sich «allen Einfliisterungen zugànglich» zeigt, wenn einem GefliigelhSndler «der rote Hahn aufs Dac.h gesetzt, wird» oder wenn ein Flôtenspieler «auf dem letzten Loche» pfeift. Dagegen ist et- vom Uebel, wenn ein Barbier im Schiitzengraben «schneidig» wird, wenn ein GroBschlâchter sich «zuriickhaltend» benimmt, wenn einem Opernunternehmer der «Star gestochen» wird oder wenn ein Zensor einen schrift-stellernden Abgeordneten <auf dem Strich hat», wenn unsere Kriegsziele noch immer < im Verborgenen bliihen» und von unsern gewaltigen Erfolgen «das Ende weg» ist. «Kladderadatsch.» * ln einer Volksschule erhalten die Kinder Unterricht im Gartenbau. Bei der Priifung fragt der Lehrer den kleinen Fritz: «Nun sage mir mal, Fritz, welches- ist der beste Weg, die Pflanzen vor Maifrost zu bewahren?» — «Indem man sie im Juni pflanzt, Herr Lehrer,» antwortete der Gefragte. * Auf der Strafie findet ein Auflauf statt. Einer der Zu-schauer wird von dem herannahenden Schutzmann folgender-maBen angesprochen: «Gehen Sie aus dem Wege! Wenn aile Menschen sich einfach so auf der StraBe hinstellten, wo 6ollen dann die iibrigen vorbeigehen?» Versand von Brot ait Gefangene aus dem neutralen Ausland. Zwisehen der deutsehen und der frauzôsischen Regierung ist folgende, auf Gegenseitigkeit beruhende Vereinbarung ge-troffen:1. Sammelsendungen von Brot an die belgischen und fran-zôsischen Kriegs- und Zivilgefangenen in Deutschland aus dem neutralen Ausland sind bis zu 2 kg fiir die Person und Woche gestattet. 2. Einzelsendungen von Brot sind vt>m i, JuJi 1916 ab ver-boten, das ankommende Brot wird in den Lagern beschlag-nahmt.Gefangene Offiziere diirfen auch Einzelsendungen mit Brot aus dem neutralen Ausland erhalten. Ich bestimme daher: a) Unmittelbaro Bestellungen im neutralen Ausland auf Absendung irgendwelcher Pa.kete an Gefangene in Deutschland und Gelduberweisungen zu diesem Zwecke sind vom 1. Juli 1916 ab nicht mehr gestattet. b) Dagegen gestatte ich der Agence Belge de Renseignements pour les Prisonniers de Guerre et les Internés, 12 Marché au Bois, Briissel, und ihren Zweigstéllen, Auftr?ige auf Sendungen aus Holland und der Schweiz anzunehmen. Die Agence wird diese Auftrâge sammeln und die sachgemaËe Aus-fiihrung vermitteln. c) Ferner gestatte ich der Volksopbeuring. in Gent, in gleïcher Weise Auftrâge fiir dio von ihr in Holland einzurich-tende Pa.ketversandstelle durch ihre Zweigstelle in Antwerpen ientgegenzunehmen. îîrtissel, den 13. Juni 1916. Der Generalgouverneur in Belgien . F r e i li e r i: jjou B i s s i n g, Generaloberst^ Zenden van brood uit het onzijdig buitenland naar gevangenen. Tussc-hen de Duiteche en Fransche regeeringen is volgende overeenkomst gesloten, die op wederkeerigheid bemst: 1. Gezamenlijke zendingen van brood uit het onzijdig buitenland naar Belgische en Fransche krijgsgevangenen of burgerlijke gevangenen in Duitschla.nd zijn toegelaten tôt een bedrag van 2 kilogram per kop en per week. 2. Afzonderlijke zendingen van brood zijn van 1 Juli 1916 af verboden; brood, dat op deze wijze verzonden, in de kafn-pen aankomt, zal aldaar verbeurdverklaard worden. Naar gevangen offioieren mag uit het onzijdig buitenland brood gezonden worden in afzonderlijke zendingen. Ik bepaal daarom hetgeen volgt: a) Reohtstreeksche bestellingen in het onzijdig buitenland voor het verzenden van om 't even welke pakken naar gevangenen in Duitsehland en dsa,rtoe bestemde, geldzendingen, zijn met ingang van 1 Juli 1916 niet meer toegelaten. b) Ik geef echter de «Agence belge de renseignements pour les prisonnière de guerre et les internés*, (Belgisch Inlichtings-kantoor voor krijgsgevangenen en geïnterneerden), 12, Hout-markt, Brussel, en dézer bijkantoren vergunning, opdrachten te aanvaarden voor zendingen uit. Nederland en uit Zwitserland. Het kantoor zal deze opdrachten bijeenbrengen en voor de verdere uitvoering ervan zorgen. c) Ook geef ik de «Volksopbeuring» te Gent vergunning op dezelîde wijze in haar bijkantoor te Antwerpen opdrachten te aaavaarden voor het door haar in Nederland op te richten verzendingfikantoor. Brussel ,den 13n Juni 1916. Der Generalgouverneur in Belgien F r e i h e r r son Bissing, .Generalobersti Envoi de pain expédié des pays neutres aux prisonniers. La convention suivante a été conclue, à titre de réciprocité, entre les gouvernements allefmand et français: 1. Les envois collectifs (envois en groupage) de pair expédié des pays neutres aux prisonniers de guerre et aux prisonniers civils belges et français internés en Allemagne sont autorisés jusqu'à concurrence de 2 kg. par personne et par semaine. 2. Les envois isolés de pain seront interdits à partir du 1er juillet 1916; le pain de ces envois sera confisqué à son arrivée dans les camps d'internement. Les officiers prisonniers pourront cependant recevoir aussi des envois isolés de pain expédié d'un pays neutre. Je décide par conséquent ce qui suit: a) A partir du 1er juillet 1916, il ne sera plus permis de remettre directement à tout intermédiaire d'un pays neutre des ordres d'expédier des colis quelconques à. des prisonniers internés en Allemagne; il sera également défendu d'envoyer do l'argent à cette fin. b) En revanche, j'autorise l'Agence belge de renseignement f pour lès prisonniers de guerre et les internés, 12, Marché an Bois, à Bruxelles, et. ses succursales à accepter les ordres d'expédier de Hollande ou do Suisse des colis destinés aux prisonniers. L'Agence groupera ces ordres d'envois et se chargera de les faire exécuter ainsi qu'il conviendra. c) En outre, j'autorise la. «Volksopbeuring» à Gand * accepter de même, par l'intermédiaire de son agenco d'Anvers, les ordres d'envoi destinés au bureau d'expédition de colis qu'elle organisera en Hollande. Bruxelles, lo 13 juin 1916. Der Generalgouverneur in Belgien t: i: e i h et r r y o n. B i s s i n g, GcneralobeMfc

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